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Köln Geschichtliches

Köln, Mülheim, Köln-Mülheim

Eine Stadt mit eigener Karnevals-Geschichte wird zum „Veedel von Kölle“


In der Reihe „Wissenswertes über die Große Mülheimer Karnevals-Gesellschaft und den Kölner Stadtteil Mülheim“ hat die GMKG interessante Berichte aus den Liederheften der 1960er-Jahre ausgegraben:


Wo kommt das Mülheimer Wappen her?

Die G.M.K.G. e.V. zeigt auf ihren Briefbogen, Plakaten, Orden usw. immer wieder das alte Mülheimer Wappen und sehr oft taucht die Frage auf: „Woher kommt dieses Wappen und was hat es für eine geschichtliche Bedeutung?“ Wollen wir diese Frage beantworten, müssen wir die Geschichtsbeschreibung der Stadt Mülheim am Rhein von Rektor Johann Bendel aufschlagen.

Dort steht geschrieben:

Verleihung: Am 22. Juni 1975 verlieh Herzog Wilhelm IV. von Berg der Freiheit Mülheim ein Siegel mit folgender Urkunde:

„Von gottes gnadesn wir Wilhelm, herzog zu Gülich etc. thuen khnudt, nachdem bürgermeister, scheffen und geschworen unser freiheit Müllheim biß anher mit keinem eigenen sigel, wie sich doch vermoge unser rechtsordnung gebürt, versehen, das wir demnach inen auf ire underthenige bitt nachfolgenden sigel, als nemblich ein Mülheimer schiff mit einem klimmenden bergisch lewen am voder unnd sonst einem schiffmann mit einem hagk vor im schiff gnediglich verlehnt haben und verlehenen hiermit, dessen in vorfallenden sachen irer Nottdurft nach der gebür haben zu gebrauchen. Ukundt unseres herauffgetrückten secretsigels geben zu Düsseldorf in den ahren unsers Herrn tausenfünfhundert siebzig unnd fünf am zwei und zwenzigsten tag des monats Junij.“

Die Farben der Stadt sind im Einvernehmen mit dem Königlichen Archivdirektor Ilgen in Düsseldorf in der Reihenfolge rot-weiß-blau festgestellt worden. „Rot“ gehört zu den Farben der Herzöge von Gülich – Cleve – Berg, „weiß“ muss nach heraldischen Grundsätzen zwischengestellt werden, während „blau“ von den Pfalzgraben aus dem wittelsbachischen Hause, unter deren Herrschaft Mülheim zwei Jahrhunderte gestanden hat, geführt wurde. Die Voranstellung der Farbe der Bergischen Herzöge ist in den engen Beziehungen der Stadt zu diesem Geschlechte begründet, wie auch die Verleihung des Wappens von einem Herzog von Berg ausgegangen ist.

Wenn auch die Stadt Mülheim am Rhein durch die Eingemeindung nach Köln im Jahre 1914 seine Selbstständigkeit aufgab, so wird bei jedem alten Mülheimer die Liebe zu seinem Wappen bestehen bleiben und die „Große Mülheimer“ als die Hüterin altstädtischer Tradition wird dieses Wappen als sein besonderes Ehrenzeichen fortleben lassen.

Von Albert Koch,
Schriftführer im GMKG-Vorstand.
Getextet für das GMKG-Liederbuch 1954.


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