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Historischer Karnevalszug in Köln

Karneval in Köln

Die Geschichte der G.M.K.G.

Die Geschichte der Großen Mülheimer Karnevals-Gesellschaft und der Kölner Karneval – ein Stück Kulturgeschichte


Rückblick auf die Entstehung, Gründung und das Wirken der Großen Mülheimer Karnevals-Gesellschaft 1903 e.V. aus dem Jahre 1953

Der Kölner – vom Himmel mit Mutterwitz und Frohsinn gesegnet

Der gute alte Vater Rhein treibt seit undenklichen Zeiten seine grünen Wellen, in ewig gleichbleibendem Rhythmus durch die sagenumwobene rheinische Landschaft, dem Meere zu. Die Menschen, welche rechts und links an seinen Ufern ihre Wohnstätten bauten, stehen in aller Welt in dem Rufe unbeschwerter Lebensfreude und offenherziger Fröhlichkeit. Ja! Der rheinische Frohsinn hat Sprichwörtlichkeit erlangt und so ist es auch kein Wunder, wenn diese fröhlichen Menschen zu gegebener Zeit all ihren Witz und Humor organisierten, um ihren Mitmenschen bei geselligen Zusammenkünften Zerstreuung zu bieten. Als besonders gegebene Zeit gilt in erster Linie die Wochen zwischen Neujahr und Aschermittwoch, die sogenannte Karnevalszeit. Die Hochburg des Karnevals in den Rheinlanden ist unbestritten Köln, denn der Kölner mit seiner heiteren Lebensanschauung ist vom Himmel so recht mit Mutterwitz und Frohsinn gesegnet. Schon vor 700 Jahren war Köln in deutschen Landen bekannt als Stätte froher Karnevalsfreude. Denn kein Geringerer als der Mönch Cäsarius von Heisterbach – er starb um 1240 – schreibt, dass in Köln „die Tage vor Fastnacht eine Zeit des Taumels und der Gelage seien“. Durch viele Jahrhunderte ist Köln den Karnevalssitten der Väter treu geblieben und nur Kriegsereignisse hielten es für eine Zeit von den Fastnachtsfreuden ab. So zum Beispiel in der Zeit der Franzosenherrschaft am Rhein (1794–1814). Als aber die Franzosen Kölns Boden verließen, da brach auch wieder die alte Lust am Karneval hervor und 1823 wurde in Köln die Wiedergeburt des Karnevals froh gefeiert. Die „Karnevalsgesellschaft Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V.“ und die „Große Karnevals Gesellschaft e.V. gegr. 1823“ geben heute noch Zeugnis von dieser Wiedergeburt des Kölner Volksfestes. Wie ernst der Kölner seinen Karneval nimmt, geht daraus hervor, dass die verantwortlichen Männer im Jahre 1825 den Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe nach Köln einluden. Wenn er auch selbst nicht kommen konnte, so dankte er doch für diese Einladung mit einem längeren launigen Gedicht, dessen Grundgedanke in den zwei Zeilen lag:

„Löblich ist ein tolles Treiben,
wenn es kurz ist und mit Sinn.“

Mülheim – Ein Stadtteil von Köln mit eigener karnevalistischer Tradition

Aber nicht nur die Kölner hingen mit Herz und Seele an ihrem Karneval, auch wir Mülheimer können mit Fug und Recht von einer Karnevalstradition berichten. Damit kommen wir zur Geschichte unserer Jubelgesellschaft. Wie ist nun die „Große Mülheimer“ entstanden? Das ist die große Frage, die den gegenwärtigen Schriftführer und Chronist der Gesellschaft beschäftigt und nicht mehr zur Ruhe kommen lässt. Im Archiv befindet sich nichts mehr über die Gründung, weil der letzte Krieg mit seinen verheerenden zerstörenden Folgen alles vernichtet hat. Aber wo die Not am größten, da sind die Freunde am nächsten und so dankt der Chronist in erster Linie dem heutigen Ehrenpräsidenten Herrn Franz Weber, welcher ihm für das Jubelfest der Gesellschaft seine Aufzeichnung zur Verfügung stellte. Aber auch Herrn Rektor Johann Bendel, welcher längst nicht mehr unter den Lebenden weilt, sich aber durch seine Abfassung der Geschichte der Stadt Mülheim und weiterer Schriften ein unvergängliches Denkmal gesetzt hat, verdanken wir manche Anregung. Herr Konrektor Schmidt, welcher als Berichterstatter der Kölner Tagespresse schon immer an allen gesellschaftlichen und volksverbundenen Geschehnissen Mülheims interessiert Anteil nahm, stellte gern sein Wissen und seine Erfahrung zur Verfügung und schließlich danken wir in besonderem Maße Frank Simon, einem alten Mülheimer Sänger, für die Bereitstellung eines Artikels aus einem alten Jahrgang der Mülheimer Zeitung, welcher für die Gesellschaft und ihr Wirken in früheren Jahren von außerordentlichem Wert ist. Unter Verwendung dieses wertvollen Materials ist es dem Chronisten möglich geworden, den Anfängen des gesellschaftlichen Karnevals in Mülheim auf die Spur zu kommen: Mülheims Bürgerschaft ist immer den Karnevalsfreuden zugetan gewesen, namentlich in den letzten 100 Jahren, wo Mülheim aus einem Städtchen von 3.000 Seelen zu einer großen Stadt von 60.000 Bewohnern heranwuchs. Man braucht nur die alten Leute zu fragen, so hört man von regem Fastnachtstreiben in ihren Jugendjahren. Schon 1845 ist in Mülheim eine Karnevalsgesellschaft aufgetreten, doch sind von ihr kaum noch Spuren enthalten. Mehr wissen wir von einer Karnevalsgesellschaft, die kurz vor 1870 in Blüte stand und meist im „Pavillon“, dem damaligen „Kreutzerbräu“, aber auch im „Magdeburger Hof“ tagte. Ihr „Hanswurst“ – so nannte sich in bescheidener Anonymität der Präsident – ist ein recht witziger, gemütlicher Herr gewesen, der für den Karneval begeistert war und seiner Gesellschaft bald Ruf und Namen gab. Schon in der Session 1867 konnten acht Sitzungen stattfinden! Mülheimer müssen schon dazumalen heftig gefeiert haben, wenn man diesem Präsidenten glauben darf. Denn einmal warnte er in einer Proklamation davor, weiter „so höllisch zu kneipen“, da dies die Einhaltung des Paragrafen 11 der närrischen Verfassung unmöglich mache, der da lautet: „Und ein jeglicher gehe eines geraden Weges und sehe zu, dass er nicht aus der Verfassung komme.“ Besonders der kleine Rat sei da sündig und das verderbliche Beispiel reize das „gemeine Volk“ zum Laster und zum unausbleiblichen Ruin. Die Nächte würden vertagt, die Tage übernächtigt, Haushaltungen zerstört, der eheliche Frieden mit Füßen getreten, die Finanzen ausgebeutelt, die Lebensgeister umduselt, die Leibenssäfte und Kräfte ertötet und zweimal ruft der Präsident: „Zurück! Zurück!“ Nach dem 1870/71er Krieg traten eine ganze Reihe von Gesellschaften, teils nebeneinander, teils nacheinander auf, so die Vereinigung „Schlittschohn“, die K.G. „Et es noch nie do gewes“, „Närrischer Schutzverien“, „Immer lustig“, „Wenn du et jähn häss“ usw. Größere Bedeutung hatten die Gesellschaft „Humor“ und der „Frohsinn“ (unter dem Präsidenten Schneide, der auch zusammen mit der erfolgreichen Gesellschaft „Fidelio“ Sitzungen abhielt. Recht interessant ist aus dieser Zeit, was alles auf dem Programm einer damaligen Sitzung zu finden ist: Lieder, humoristische Vorträge, „höhere Pferdedressuren“, Akrobatik und Äquilibristik.
1882 findet man eine Gesellschaft „Fennekicker“ und 1883 die „Mülheimer Karnevalsgesellschaft“. Bekannte Präsidenten waren in einer ganzen Reihe von Vereinigungen tätig gewesen und noch heute in bester Erinnerung u.a. Simon Brassard und später Georg Trips, welcher die „Närrische Genossenschaft“ leitete. Ebenfalls bestand eine große Karnevalsgesellschaft „Mer halde zosamme“. Daneben wurde 1895 die früher schon einmal bestandene Gesellschaft „Immer lustig“ wieder gegründet. Diese führte 1901 als Präsident Ernst Ruttke.

Die Gründung der G.M.K.G., das Ergebnis eines karnevalistischen „Ulk“

Vorher aber noch gründete man eine Gesellschaft, die sich den Namen „Ulk“ gab. Die Entstehung dieser Gesellschaft geschah auf folgende originelle Weise: In den 80er-Jahren des vorigen Jahrhunderts tagte bei Balsam in der Bachstraße eine Stammtisch-Gesellschaft, die seit 1882 in jedem Jahre eine karnevalistische Herrensitzung veranstaltete und sich dann „Närrische Gesellschaft“ nannte. Diese Stammtischrunde bestand bis ins folgende Jahrhundert und wurde von ihrem Vorsitzenden Karl Thurn geführt. Im Jahr 1894 ließ ein Mitglied dieser Runde aus Scherz in der Tageszeitung eine Einladung zwecks Gründung einer Karnevalsgesellschaft erscheinen, zu der sich etwa 20 Bürger bei Brungs (Bärenhof) versammelten. Hier mussten sie feststellen, dass sie einem „Ulk“ zum Opfer gefallen waren, da der Einberufer unbekannt blieb. Kurz entschlossen machten sie aus dem Ulk ernst, beriefen eine neue Versammlung ein und gründeten die Karnevalsgesellschaft „Ulk“. Der erste Präsident hieß Herrmann Kirchhoff, der aber so lange durch seinen Stellvertreter Frings vertreten wurde, bis er als Beamter, von seiner vorgesetzten Behörde, die Erlaubnis zur Ausübung des Präsidentenamtes erhielt. Die Sitzungen fanden im Burg’schen Saale (Bärenhof) in der Regentenstraße statt, der sich immer als zu klein erwies; denn die lokalen Ereignisse des Jahres, die hier in witziger Art beleuchtet wurden, fanden bei der gesamten Bürgerschaft lebhaftes Interesse. Zu Anfang des Jahrhunderts wurde im südlichen Stadtteil Mülheims eine weitere Karnevalsgesellschaft ins Leben gerufen, die sich nach dem Spitznamen ihrer Gegend „Knollebröder“ nannte. Sie wählten als Tagungslokal die Gaststätte Euler in der Windmühlenstraße. Ihr jugendlicher Präsident hieß HEIN NEUBURG (ein Name, welcher für die spätere erfolgreiche Entwicklung der Großen Mülheimer Karnevals-Gesellschaft von großer Bedeutung wurde), welcher sich bereits mit 18 Jahren die ersten Sporen im Karneval verdiente. Die Knollebröder hielten ihre Sitzungen im Magdeburger Hof ab. Diese Gesellschaft besteht heute nicht mehr, vermutlich wurde sie Opfer des Ersten Weltkrieges 1914–1918. Ein Bild des „Knollebröder-Elferrates mit Hein Neuburg in der Mitte“ aber gibt heute noch Kunde von ihrer Tätigkeit. Um die Jahrhundertwende, also zur gleichen Zeit, tagte bei Becker in der Dammstraße eine weniger in Erscheinung getretene kleinere Gesellschaft mit dem Namen „Äänze Kähls“, welche heute auch nicht mehr besteht. Schon in jener Zeit stellten sich die Mülheimer gerne in den Dienst der Wohltätigkeit. Früher war es eine lose Verbindung von Karnevalisten, die unter Präsident Plum zum Besten des Wohltätigkeitsvereins die Sitzung abhielt. In der Jahren 1913–14 lag das Präsidium aber schon in den Händen von Hein Neuburg. Erfolgreiche und bekannte Karnevalisten aus dem alten Mülheim waren Plum und Meyer in der Maske als Hännesge und Bestevah, ferner Hugo Jan Aurin, Richard Höntgen u.a. mehr. Als erfolgreichen Liederdichter bis in die neuere Zeit lernte man den Zahntechniker Hoffmanns kennen, welcher außerhalb Mülheims wohnte. Die alten Mülheimer erinnern sich noch recht gut, dass auch Kölner Karnevalsgesellschaften, u.a. die „Kölner Narrenzunft“, Kappenfahrten durch Mülheim machten und dann anschließend im Magdeburger Hof oder im Kreutzerbräu ihre Sitzungen abhielten. Und umgekehrt versäumten es die Mülheimer nicht, genau wie heute, die Sitzungen der Kölner Gesellschaften aufzusuchen.

„Mer hann kein Kahte, mer han kein Kathte, mer han de ganze Woch kein Kaht gehatt.“ und die Sache mit Ostermann – Die Mülheimer seit jeher jeck unterwegs

Auf zwei besondere Eigenarten des Alt-Mülheimer Karnevals sei noch kurz hingewiesen. Jede Maske musste eine Karnevalskarte bei der Polizei lösen. Letztere kontrollierte diese Karten in den Lokalen und auf den Straßen. Dass die arme Polizei bei diesen Kontrollen oft sehr geneckt und zum Besten gehalten wurde, versteht jeder, welcher waschechte „Fastelovendsjecke“ kennt. So kam es schon vor, dass diese Karte auf die Unterhose gesteckt wurde. Bei einer Revision wurden dann umständlich eine Reihe Röcke, Westen, Hosen ausgezogen, bis dann endlich das ominöse Ding zum Vorschein kam. Inzwischen sangen dann die umstehenden und sich ansammelnden „Grielächer“ auf die Melodie: „Do steiht ene Schutzmann“, „Mer hann kein Kahte, mer han kein Kathte, mer han de ganze Woch kein Kaht gehatt.“ Viel belacht wurden zeitens auch die Karikaturen der Vorgänge des letzten Jahres, die man in Gastwirtschaften ausgehängt sah. Ein besonders witziger Karikaturist der früheren Jahre war der Maler Hill. Als in der damaligen Zeit der allen alten Mülheimern noch bekannte Konkurrenzkampf der beiden Schifffahrtsgesellschaften entbrannte, brachte die K.G. „Ulk“ einen Orden heraus, der aus einem Rettungsring bestand, in dem ein Fünf-Pfennig-Stück befestigt war, der umstrittene Fahrpreis der „Volapück“. Dies gab der städtischen Behörde Anlass, bis auf Weiteres alle Reden und Lieder unter Zensur zu stellen. Damals fand in Mülheim auch ein Preisreden-Wettstreit statt, an dem u.a. Willi Ostermann teilnahm, der einer Deutzer K.G. angehörte. Als Ostermann den ersten Preis erhielt, erhob die Konkurrenz lebhaften Einspruch mit der Begründung, Ostermann trete in Köln öffentlich auf und sei deshalb nicht teilnahmeberechtigt. Die Preisrichter gaben dem Protest nach, was die Freunde Ostermanns, Deutzer und Kalker Karnevalisten, veranlasste, für diesen Partei zu ergreifen. Es ging ziemlich lebhaft her und der Ausgang dieses Wettbewerbs bestand in der heimlichen Flucht der Preisrichter vor den wütenden Anhängern Ostermanns.

Aus „Ulk“ wird die Große Mülheimer Karnevalsgesellschaft

Im Jahre 1903 zog der Stamm der K.G. „Ulk“ in das Lokal Euler in der Windmühlenstraße um und gründete hier die GROSSE MÜLHEIMER KARNEVALS-GESELLSCHAFT. Das Banner des „Ulk“ wurde umgeändert und ist heute noch das offizielle Banner der Großen Mülheimer, welches als Standarte bei allen Veranstaltungen und beim Rosenmontagszug vom Herold vorangetragen wird. Als Gesellschaftszeichen wählte man das Stadtwappen von Mülheim mit den Farben rot-weiß-blau. Auf fast allen Orden der Gesellschaft ist es zu finden und wird auch heute noch, nachdem die Stadt Mülheim am Rhein längst (1914) in den Stadtverband Köln als Vorort eingemeindet wurde, geachtet und als Wahrzeichen Mülheims beibehalten. Der nunmehrige erste Präsident der großen Mülheimer hieß „Plum“, der die junge Gesellschaft mit großem Geschick leitete, sodass das Euler’sche Lokal sich bald als zu klein erwies und man wieder zum Brung’schen Saale zurückkehrte. Leider können wir heute außer dem bereits berichteten nicht mehr über das Leben und Wirken des Präsidenten Plum veröffentlichen, weil hierüber alle Aufzeichnungen fehlen. Jedenfalls entwickelte sich die Gesellschaft mehr und mehr, bis der Krieg 1914–18 allem ein jähes Ende machte. Auch noch nach diesem Kriege war wegen der Besatzung im Rheinland an Karneval nicht zu denken. Aber sofort nach Räumung der Kölner Zone lebten die alten Gesellschaften wieder auf. Auch die Große Mülheimer trat wieder auf den Plan und es ist das besondere Verdienst eines „Hein Neuburg“, den Karneval in Mülheim zu neuer, glanzvoller Entfaltung gebracht zu haben. Im Jahre 1925 fand man sich wieder zusammen und seit 1926 fanden wieder laufend Sitzungen statt. Dem Liederheft der ersten Herrensitzung am 3. Januar 1926 widmete der Mülheimer Geschichtsschreiber, Herr Rektor Johann Bendel, ein herrliches Geleitwort. Der Dichter Herbert Eulenberg, ein gebürtiger Mülheimer, welcher damals in Kaiserswerth am Rhein lebte, schrieb der Großen Mülheimer zum Wiederbeginn ein Gedicht mit folgendem Wortlaut:

Weihnachten 1925


Der großen Karnevalsgesellschaft in meiner Vaterstadt Köln-Mülheim.


Feiert fröhlich Eure Feste!
Jubelt tot die schwere Zeit!
Denn es wartet doch zum Reste
Mühsal hier und Emsigkeit.
Liegt auch Deutschland heut darnieder,
Lasst es fröhlich aufersteh’n!
Lernt ihr wahren Frohsinn wieder
Muss es bald schon aufwärts geh’n
Denn es gibt sich zu erneuen,
Manches blieb im alten Gleis,
Und mit Zaudern und mit Scheuen
Kommt man nie aus seinem Kreis.
Duldsamkeit sei erste Tugend,
Übt sie stets in Eurem Bund!
Fügt das Alter sich zur Jugend
Wird die künft’ge Zeit gesund.
Mögen drum die Schellen klirren
Gönnt der Narrheit ihren Raum!
Denn ein Scherz kann viel entwirren
Und das schönste hier ist Schaum.


Herbert Eulenberg.

Eine weitere Widmung von bleibendem Wert stellt der von Musikdirektor Heinrich Ferrenberg komponierte und von Fritz Schwind gedichtete Büttenmarsch 1926, mit dem Kehrreim: „En Müllem ess hück Fasteleer“ dar. Weitere Büttenmärsche von Heinrich Frantzen und Kapellmeister Bötel folgten im Laufe der Jahre. Im Jahre 1928 wurde die Tanzgruppe mit dem Untertitel „Müllemer Schefferjunge“ gebildet, die 1929 erstmalig öffentlich auftrat und die Gesellschaft sowie die gesamte Öffentlichkeit mit ihrem Tanz in ehrliches Staunen und Bewunderung versetzte. Wenn seit einigen Jahren die Mülheimer Tanzgruppe mit zu den besten und diszipliniertesten im Kölner Karneval gehört, so müssen in diesem Zusammenhang drei Namen genannt werden, deren Träger mit den Erfolgen der Tanzgruppe auf das Engste verknüpft sind:
Heinrich Linden, als der eigentliche Gründer,
Fritz Schorn, als treuer unermüdlicher Hüter dieser Gruppe und
Albert Wiesel, als Lehrer und Einpauker der Tänze. Der Letztgenannte ist heute noch in gleicher Eigenschaft und als Kommandant tätig. In ehrlicher Würdigung seiner Verdienste um die Tanzgruppe wurde er in der vergangenen Session zum Admiral befördert. Während die beiden Erstgenannten heute, bei Abfassung dieses Berichtes keine Bindung mit der Tanzgruppe mehr haben, ist Albert Wiesel nach wie vor mit Haut und Haaren dabei und seine Jungens verehren ihn über alle Maßen. Ihm verdanken wir auch wertvolle Aufzeichnungen über die Entwicklung dieser so geliebten Gruppe. Bis zum Jahre 1930 kannten die Schiffsjungen noch keinen Kommandanten. Aber in den zwei Jahren ihres Wirkens haben sie sich allüberall so viele Freunde erworben, sodass eine Vergrößerung der Gruppe und die Hinzunahme eines Kommandanten schon aus Gründen eines wirkungsvolleren Gesamtbildes gerechtfertigt war. Der erste Kommandant war Fritz Schorn, welcher dieses Amt bis 1937 mit Erfolg ausübte. Bei seinem Ausscheiden aus der Tanzgruppe trug man ihm die Würde eines Ehrenkommandanten an und brachte damit den Dank für seine geleistete Arbeit zum Ausdruck. Sein Nachfolger wurde 1937 Albert Wiesel. Nach einem prophetischen Ausspruch unseres derzeitigen Präsidenten muss er dieses Amt so lange in Händen halten, bis seinem Söhnchen die Admiralsuniform passt und das dauert noch ein Weilchen. – Die Reihe der Tanzoffiziere ist schnell aufgezählt. In den beiden ersten Jahren war es Fritz Schorn. 1930 – 1937 trat Albert Wiesel an diese Stelle. Dann kam für ein Jahr 1937/1938 Rudi Marx. Dieser wurde abgelöst bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges (1939) von Franz Weber jr. Seit 1949, also nach einer Kriegspause von zehn Jahren, tanzte sich in die Herzen der Zuschauer Hans Lindemann hinein. – Die wichtigste und am meisten beachtete Figur der Tanzgruppe ist ohne Zweifel das Tanzmariechen. Mit seiner Leistung steht und fällt die Beliebtheit der Tanzgruppe. In den früheren Jahren wurde diese Rolle einem mädchenhaft wirkenden jungen Manne übertragen, weil einem zarten Mädchenkörper diese Strapazen nicht zuzumuten war. Aber die fortschrittliche Entwicklung der Gleichberechtigung der Frau hat auch hier einen Wandel geschaffen – oder ist der Wunsch nach einem leckeren Bützchen Schuld daran? Von 1928 – 1932 tanzte als Mariechen mit guter Begabung Erich Samuel. Ihn folgte bis 1935 Peter Mettmann. Dann hatten die jungen Männermariechen ausgetanzt. Sie mussten einer natürlichen Anmut Platz machen. Das erste echte Tanzmariechen – bei der G.M.K.G. Dannälchen genannt – war 1935/36 Frl. Käthe Scheil. Ihr folgte 1936 bis 1938 Frl. Else Frank. In der Session 1938/39 sah man als erfolgreiches Dannälche Frl. Liesel Bressmann. Seit 1949 klatschen die Zuschauer begeisterten Beifall Frl. Else Erb. Aber auch ihrer erfolgreichen Tätigkeit sind bedauerlicherweise Grenzen gesetzt. Eine Krankheit zwingt sie dazu, ihrer geliebten Tanzkunst zu entsagen. Zwar werden wir sie in den Jubelsitzungen hier und da noch bewundern können, aber dann wird ein neuer Stern zu leuchten beginnen, welcher zurzeit noch sich mit rastlosem Eifer und Hingabe bemüht, die „Wiesel’schen Takte“ in die Beine zu bekommen. Ehe aber der Admiral Albert Wieserl dem neuen Dannälchen, Frl. Christel Krosch, in aller Öffentlichkeit das Kommando zum Tanz erteilt, wollen wir es nicht versäumen, unserem lieben Elschen Erb herzlichen Dank zu sagen für ihre aufopfernde Tätigkeit im Dienste der G.M.K.G. – Bemerkenswert ist in der Geschichte der Tanzgruppe, dass zwei Tanzoffiziere mit ihren Mariechen einen Tanz in den Hafen der Ehe gemacht haben. So wurde Rudi Marx und Frl. Else Frank sowie Franz Weber jr. und Frl. Liesel Bressman je ein glückliches Paar für’s Leben. Ebenfalls muss der Chronist berichten, dass im Jahre 1951 in Würdigung seiner langjährigen Treue in und für die Tanzgruppe Willy Becker zum zweiten Tanzoffizier befördert wurde. – Und nun: „Müllemer Schefferjunge! Angetreten zu neuen ruhmreichen Taten im Dienste des Karnevals!“ Kehren wir nun wieder in unserer Berichterstattung zum Jahre 1926 zurück. Unter erfolgreicher Leitung des Präsidenten Hein Neuburg blühte das gesellschaftliche Leben sichtlich auf und man merkte deutlich, dass die Gesellschaft mit Hein Neuburg einen Mann gewonnen hatte, der eine in langen Jahren erworbene Vereinspraxis besaß, die nun der Gesellschaft zugute kam. Die Mitgliederzahl wuchs und wuchs und auch die Veranstaltungen erfreuten sich immer größerer Beliebtheit bei der Bürgerschaft. Als Sitzungs- und Geschäftslokal hatte man längst den größten Saal Mülheims, die Stadthalle in Anspruch genommen. Auch der Wohltätigkeit war manche Sitzung gewidmet. Es gab Jahre größter Erfolge und das Gesellschaftsniveau hob sich auf beachtliche Höhe. Aber nichts ist vollkommen in der Welt. Der Lebenshunger nach Freude und Entspannung hielt nicht Schritt mit den wirtschaftlichen Nöten dieser Zeit. In den Liederheften findet man häufig versteckte Anspielungen auf die unhaltbaren Zustände dieser Tage. Die Jahre des wirtschaftlichen Niedergangs brachten auch die Große Mülheimer an den Rand des Abgrundes, und als man im Herbst 1933 dem neuen Präsidenten „Franz Weber“ die Leitung übertrug, da war wohl niemand da, der ihn um dieses Amt beineidete. Mit einem Herz voller Ideale, gepaart mit einer glücklichen Hand bei der Auswahl seiner Mitarbeiter setzte er alle Kräfte ein, um für die Gesellschaft wieder einen würdigen Platz im Kreise der alten Kölner Gesellschaften und beim Festausschuss des Kölner Karnevals zu erringen, und das ist ihm auch in den Jahren seiner Präsidentschaft gelungen. Seit dem Jahre 1935 tagte die Gesellschaft wieder in der Stadthalle. In jedem Jahr beteiligte sich die G.M.K.G. am Rosenmontagszug mit einem Wagen und das gesellschaftlich größte Ereignis war immer die Prunk- und Gala-Sitzung mit dem Besuch des närrischen Dreigestirns Prinz Karneval, Bauer und Jungfrau nebst großem Gefolge. Unter Franz Weber wurde auch ein neuer schöner Ratstisch in Eiche, geziert mit dem Mülheimer Wappen in Bronze, angeschafft. Auch die Tanzgruppe konnte aus Mitteln der Gesellschaft vollständig neu eingekleidet werden. Es war also wiederum ein Aufblühen zu erkennen – bis im Jahre 1939 der Zweite Weltkrieg ausbrach, welcher nicht nur der Gesellschaft ein „das Ganze halt“ aufbürdete, sondern auch dem gesamten deutschen Volke unendlichen Schaden zufügte. Die Zerstörungen des Bombenkrieges machte auch vor dem Inventar der Großen Mülheimer nicht Halt. Wer erinnert sich noch an den herrlichen Ratstisch und wer kennt noch die prächtige Bütt, die in Form eines Weinrömers ein wahres Schmuckstück der Stadthalle darstellte? Das vollständige, reichhaltige Archiv der Gesellschaft, darunter Liederhefte des „Ulk“ aus den Sitzungsjahren 1892–1895 sowie ein Bild des ersten Elferrates des „Ulk“, ferner die Kleiderkammer mit den Kostümen der Tanzgruppe, die Dekorationen, das Ratssilber in hohem Wert, alles – alles war vernichtet und als Franz Weber nach 1945 seine Freunde wieder zusammenrief, stand die Große Mülheimer buchstäblich vor einem Nichts. Mit stiller Verbissenheit gingen sie wieder an die Arbeit und so konnte die Gesellschaft am 11. im 11.1946 erstmalig wieder in einer öffentlichen Feier in Erscheinung treten, aber nicht in der Stadthalle, denn die war ein Opfer des Krieges geworden, sondern in der Hacketäuerkaserne, wo man einen erhalten gebliebenen Raum für solche Zwecke hergerichtet hatte. Seit dem Jahre 1948 tagt die G.M.K.G. im Rheinrestaurant Dreesen (Ernst-Moritz-Arndt-Haus). Ohne allzu große Veränderungen seiner Vorkriegsmitarbeiter konnte Franz Weber seine Getreuen, soweit sie von den Kriegswirren mehr oder weniger verschont geblieben waren und in ihre alte zertrümmerte Vaterstadt zurückkehrten, begrüßen und es war festzustellen, dass wohl der „alte Stamm“ ziemlich ausgiebig, dagegen die Jugend vorerst noch recht spärlich vertreten war. Die Session 1947 begann recht zuversichtlich, zumal die alten Experten in Heinrich Linden als Senatspräsident, Ernst Frohn als Schatzmeister und Anton Köckner als Schriftführer und Literat sich voll und ganz für die Belange der Gesellschaft einsetzten und so konnte es nicht ausbleiben, dass die Karnevalssession 1947 als erste nach dem fürchterlichem Weltkrieg die dankbar besten Voraussetzungen zeigte, für das weitere Gedeihen derselben.


Aber trotz allem Idealismus und der Gebefreudigkeit der Mitglieder, Freunde und Gönner ließ sich eine Umstellung in der Gesellschaftsführung nicht verhindern. In der Session 1950 konnte der Vorsitzende des Festausschusses Kölner Karneval, Albrecht Bodde, den neuen Präsidenten „Heinz Löhr“ in sein Amt einführen und ein Jahr später vollzog sich mit der Wahl von Leo Lechner ein Wechsel im Amte des Senatspräsidenten. Franz Weber wurde in besonderer Würdigung seiner großen Verdienste um die repräsentativen Belange der G.M.K.G. zum „Ehrenpräsidenten“ ernannt.
Die bewegte Geschichte der Gesellschaft wäre nicht vollständig, wollte man nicht in dankbarer Erinnerung jener Männer gedenken, welche in rastloser und uneigennütziger Arbeit für die G.M.K.G. ihre Freizeit opferten und stets bemüht waren, große Erfolge vorzubereiten. Die Präsidenten der letzten 50 Jahre sind in dem Bericht bereits genannt und ihre Fähigkeiten gewürdigt worden. Sie stehen mit ihrer Tätigkeit im Rampenlicht. Hinter ihnen aber arbeiten, von der Öffentlichkeit weniger gesehen, auf verantwortungsvollen Posten die Männer des Senatsvorstandes und an ihrer Spitze der geschäftsführende Vorstand, der Senatspräsident. Leider kann der Chronist hier nicht alle Namen der hinter uns liegenden 50 Jahre anführen, da die Unterlagen der ersten 20 Jahre vollständig fehlen. Vom Jahre 1923 an fließen die Aufzeichnungen ausführlicher. Das Amt des Senatspräsidenten führten aus die Herren:

1) Jupp Platz von 1923 bis 1928
2) Heinrich Linden von 1928 bis 1935
3) Bernhard Doerendahl von 1936 bis 1937
4) Adolf Buhlmann von 1938 bis 1939
5) Heinrich Linden von 1946 bis 1951
6) Leo Lechner ab 1951

Still und bescheiden, aber mit einem gerüttelten Maß von Arbeit, welche in den Sitzungen am auffälligsten in Erscheinung tritt, wirkt der Literat der Gesellschaft. Dieses Amt führten bisher erfolgreich aus die Herren:

1) Fritz Tollfuß
2) Willi Dames
3) Hermann Josef Schuh
4) Hans Heucher
5) Anton Klöckner
6) Albert Koch

Allen Mülheimern, den alten wie den jungen, ist die Figur des Herolds und des Boten der G.M.K.G. sehr wohl bekannt und der Chronist ist stolz darauf, als Träger dieses Kostüms einen einzigen Namen nennen zu können:

Michael Klumb

Die Treue dieses Mannes ist einzigartig; denn seit nahezu 30 Jahren hat er die Hellebarde und die Standarte in der Hand und das mittelalterliche Kostüm des Heroldes in Besitz. Es ist deshalb recht und billig und ein Akt der selbstverständlichen Dankbarkeit, auch ihm im Jubelfest einen Ehrenplatz einzuräumen. Es würde im Rahmen dieses Berichtes zu umfangreich werden, wenn man auch die anderen zahlreichen Mitarbeiter im Senatsvorstande einzeln erwähnen wollte. Das wollen die Herren auch gar nicht, denn sie stehen auf dem Standpunkt, dass, wenn das erfolgreiche Gedeihen der Gesellschaft gewährleistet sein soll, jeder auf dem Platz, der ihm zugewiesen, voll und ganz seine Pflicht tun muss und dazu gehört eine gute Portion Idealismus. Weil nun im Senatsvorstande der G.M.K.G. diese Voraussetzungen bestehen, ist die Zusammenarbeit aller durchaus als harmonisch zu bezeichnen. So gehen wir denn mit gutem Mute in das Jubeljahr 1953 hinein, eingedenk dessen, dass wir es der bewährten Tradition der vergangenen 50 Gesellschaftsjahre schuldig sind, dieses Jubelfest würdig und erfolgreich zu Ende zu führen. Es bleibt noch ein Wort zu sagen über den Jubiläums-Orden 1953. Bei der Auswahl der Idee stand den Planern ein Bild vor Augen, welches unser einst so stolzes Mülheim aus der guten alten Zeit zeigen soll. Man wählte die schöne Rheinansicht mit den vielen Türmen und Häuschen am Ufer. Dass die alte Schiffbrücke mit in dieses Bild hineingehörte, war eine Selbstverständlichkeit. Dieses Panorama sollte eine nette, gefällige Umrandung erhalten, in welcher oben eine in Goldkranz gefasste 50 (das Jubeljahr darstellend), rechts und links die Jahreszahlen 1903–1953 in der unteren Umrandung die Beschriftung „Große Mülheimer Karnevals-Gesellschaft e.V.“, getrennt durch das alte Mülheimer Wappen, zu sehen ist. Das Ganze ist in Emaille gefertigt und der Orden wird in zwei Ringen, durch die eine rot-weiße, gedrehte Seidenkordel läuft, getragen. Mit der Ausarbeitung und der Lieferung der Orden wurde die Firma A. Simon in Limperich bei Bonn betraut, die bisher zur Zufriedenheit der Gesellschaft gearbeitet hat. Die Ausschmückung des Festsaales und die Dekoration der Bühne hat Senatsvorstandsmitglied Peter Kindgen übernommen, während der Ratsherr Schreinermeister Josef Müller für die Vergrößerung der Bühne durch ein Festpodium zur Aufstellung der Tanzkorps und Fahnenabordnungen verantwortlich zeichnet. Besonders künstlerisch ausgeführte Festplakate werben in der Bevölkerung für den Besuch der Veranstaltungen.

So wurde alles getan, um die Voraussetzungen zur würdigen Begehung des Jubelfestes zu schaffen. Die Festfolge sieht fünf Sitzungen, darunter zwei Jubiläumssitzungen, die Teilnahme am Rosenmontagszug in Köln, ein Festzug mit den Vereinen in Mülheim am Karnevalsdienstag mit anschließendem Schluss-Maskenball im Rheinrestaurant Dreesen vor. Mit dem Fischessen am Aschermittwoch schließen die Mitglieder die Session ab. So wie die Gesellschaft 50 Jahre lang erfolgreich im Dienste des Prinzen Karneval gewirkt hat, so soll sie weiter wirken in unserer Stadt. Mögen immer und allezeit der G.M.K.G. die richtigen Männer zur Verfügung stehen, die bereit sind, mit allen Kräften zum Wohle und Gedeihen des vaterstädtischen Festes zu arbeiten. Es geht um die Erhaltung des schönen Freude spendenden Brauchtums. Es lebe unser altes Mülheim. Es lebe unsere Große Mülheimer Karnevals-Gesellschaft. Ihr zum Jubelfest ein herzliches Alaaf!

Hans Heucher,
Schriftführer der GMKG,
Köln 1953.


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